In der modernen Fahrzeugentwicklung steht die IT vor einer doppelten Herausforderung: Sie muss nicht nur eine hochkomplexe Tool-Landschaft bereitstellen, sondern auch die Engineering-Methoden der beteiligten Domänen so verzahnen, dass ein durchgängiger Informationsfluss als Basis für domänenübergreifende Workflows entsteht.

Um die Zusammenhänge der vielfältigen Engineering-Daten, z.B. Anforderungen und Architekturmodelle, besser zu verstehen, wurden diese bei Mercedes-Benz in einem UML-Modell modelliert und beschrieben. Daraus ist dann nach und nach ein umfangreiches, dreischichtiges Metamodell mit Ontologie-, Konzept- und Realisierungsebene entstanden, das heute eine zentrale Rolle in der Entwicklung und Wartung der Engineering-IT eingenommen hat.

Dieser Vortrag beleuchtet die Evolution des Ontologie- und Metamodells: Was als persönliches Hilfsmittel begann, um die Komplexität der Modellierungsmethodik fassbar zu machen, entwickelte sich schnell zu einem zentralen Metamodell für verschiedene Fachabteilungen von der Methodenentwicklung bis zum Qualitätsmanagement und Datenschema für AI-Modelle.