Unklare oder unvollständige Anforderungen sind eine häufige Ursache für späte Designänderungen und kostspielige Integrationsprobleme. Dieser Vortrag zeigt, wie eine frühe Validierung von Anforderungen durch die Simulation von Systemarchitekturen – oder ausgewählter Teile davon – lange vor der physischen Integration erreicht werden kann. Durch die Kombination von Architekturmodellen mit verhaltensorientierten Formalismen wie Sequenzdiagrammen werden Interaktionen und Annahmen ausführbar, beobachtbar und testbar.
Die Präsentation veranschaulicht, wie Anforderungen anhand des simulierten Systemverhaltens validiert werden können, um Inkonsistenzen, fehlende Interaktionen und unrealistische Annahmen auf Systemebene aufzudecken. Über die frühe Validierung hinaus lassen sich dieselben Modelle für die virtuelle Integration wiederverwenden und ermöglichen so eine kontinuierliche Verifikation, während sich Architekturen weiterentwickeln und Subsysteme verfeinert werden. Diese Wiederverwendung überbrückt die Lücke zwischen Requirements Engineering, Architekturentwurf und Integration und unterstützt einen robusteren und besser nachvollziehbaren Entwicklungsprozess.
Es werden praxisnahe Einblicke vermittelt, wie simulationsbasierte Validierung das Vertrauen in Anforderungen stärkt, Integrationsrisiken reduziert und frühere, evidenzbasierte Designentscheidungen in der Entwicklung komplexer Systeme ermöglicht.
